Codeliste

Eine Sammlung von Konzeptidentifikatoren in einer computerverarbeitbaren Form. Bevorzugter Begriff: „Terminologie“.

Codesystem

Codesystem (engl. code system): Bezeichnung für eine Terminologie mit dem zugehörigen Regelwerk (z.B. Regeln zur Codierung von Begriffen, Benennung etc.).

Wird häufig synonym mit Codeliste verwendet.

CTS2

HL7 Common Terminology Services 2  (CTS2) ist ein Standard  für die Pflege, Abfrage und für die Weitergabe von Terminologien und Value Sets. CTS2 definiert ein Datenmodell und Webservice-Schnittstellen, die für denAufbau eines Terminologieservers genutzt werden können.

DICOM

DICOM® (Digital Imaging and Communications in Medicine) ist der internationale Standard zur Übertragung, Speicherung, Wiederauffundung, Druck und Anzeige von medizinischen Bilddaten. In Österreich gibt es eine aktive DICOM Community, die im Verein DICOM Austria (https://dicom-austria.at/) organisiert ist.

DICOM Austria

Der gemeinnützige Verein DICOM Usergroup Austria organisiert die österreichische DICOM Community und ist für die Lokalisierung und Anpassung des DICOM® Standards an die nationalen Vorgaben zuständig. Schulungen und Weiterbildungen zum Thema DICOM werden vom Verein organisiert.

 

EHR

Electronic Healthcare Record: IT-System, das einen Zugriff auf alle elektronisch gespeicherten Krankenakten (oder besser „Gesundheitsdaten“) von Patienten ermöglicht.

Meistens versteht man unter einem EHR ein Patienten-moderiertes System – d.h. im Gegensatz zu einem KIS, auf das Patienten keinen Zugriff haben, dann der mündige Patient in einer EHR entscheiden, welche Daten für wen sichtbar sein sollen. (–> Informationelle Selbstbestimmung)

ELGA

ELGA ist die nationale elektronische Gesundheitsakte in Österreich. Als Dokumentenstandard wird HL7 CDA verwendet. Weitere Informationen auf http://www.elga.gv.at

FHIR

FHIR (ausgesprochen wie das englische Wort  „fire„) steht für „Fast Healthcate Interoperability Resources“ und definiert ein Set von Ressourcen für den Datenaustausch im Gesundheitswesen und unterstützt Implementierer durch einfach verständliche und simpel modellierte Spezifikationen. FHIR unterstützt REST, SOA, JAVA, .NET und XML. Der Standard ist frei verfügbar und verwendbar.

Förderer

Der Status „Förderer der HL7 Anwendergruppe Österreich“ kann Mitgliedsorganisationen verliehen werden, sie sich besondere Verdienste um den Verein erworben haben.

Die Generalversammlung entscheidet über die Zuerkennung des Titels, der vom Vorstand offiziell verliehen wird.

Als „Förderer der HL7 Anwendergruppe Österreich“ kommen Mitgliedsorganisationen in Betracht, die die Arbeit des Vereins aktiv unterstützen. Voraussetzung ist die regelmäßige Entsendung von Vertretern zu nationalen oder internationalen Veranstaltungen des Vereins. Zusätzliche Kriterien sind etwa Übernahme von Reisekosten, Freistellung von Mitarbeitern für die Vereinstätigkeit etc.

Haupt- und Nebenversionen der ELGA CDA Implementierungsleitfäden

Mit „Haupt- und Nebenversionen“ unterscheidet man größere, nicht abwärtskompatible Versionen von kleineren (Korrektur-) Versionen der ELGA CDA Implementierungsleitfäden:

  • Nebenversionen“: Kleinere Änderungen und Ergänzungen der ILF, die keine Änderung der erstellenden Systeme erzwingen („abwärtskompatibel“).
  • Hauptversionen“: Größere Änderungen der ILF, die eine Änderung der erstellenden Systeme erzwingen („nicht abwärtskompatibel“). Sie sind zu harmonisieren, über Ballots abzustimmen und per ministerielle Verordnung verbindlich zu machen. Dieser Prozess dauert ca. 1 Jahr.
  • Hauptversionen müssen spätestens 18 Monate nach ihrer Verordnung verwendet werden.
  • Neue Versionen dürfen sofort nach Publikation verwendet werden, bei Hauptversionen gilt das Datum der Verordnung als Publikationsdatum.

Haupt- und Nebenversionen sind in einer ministeriellen Verordnung geregelt, ELGA-VO 2015, 373.Verordnung, § 16 Abs. 2 bis 4 lauten:

„(2) Medizinische Dokumente und Medikationsdaten haben alle Felder zu enthalten, die in den Implementierungsleitfäden mit den Konformitätskriterien „Mandatory“ (M) „Required“ (R) bezeichnet sind. Die eingehaltene ELGA-Interoperabilitätsstufe ergibt sich aus der tatsächlichen Verwendung von Feldern, die in den Implementierungsleitfäden mit den Konformitätskriterien „Mandatory“ (M) und „Required“ (R) bezeichnet sind.

(3) Die Implementierungsleitfäden gemäß Abs. 1, deren Prüfsummen sowie ihre eindeutigen Kennungen (OID gemäß § 10 Abs. 5 GTelG 2012) sind von der Bundesministerin für Gesundheit unter www.gesundheit.gv.at zu veröffentlichen.

(4) Aktualisierungen, die Konformitätskriterien „Mandatory“ (M) und „Required“ (R) betreffen („Hauptversionen“) sind im Rahmen dieser Verordnung kundzumachen. Andere Aktualisierungen („Nebenversionen“) dürfen auch ohne Änderung dieser Verordnung unter www.gesundheit.gv.at veröffentlicht und verwendet werden. Hauptversionen und erstmalig in die Verordnung aufgenommene Implementierungsleitfäden dürfen mit Inkrafttreten dieser Verordnung verwendet werden, spätestens nach einer Übergangsfrist von 18 Monaten müssen sie verwendet werden, sofern dies gemäß Abs. 2 erforderlich ist.“

Health Level Seven International

Health Level Seven (HL7) ist eine internationale Organisation, die Standards speziell für den Austausch von Daten zwischen Computersystemen im Gesundheitswesen entwickelt.

Mit HL7 werden auch die von HL7 entwickelten Standards bezeichnet.

IHE

Integrating the Healthcare Enterprise (www.IHE.net) ist eine Initiative, die für eine Verbesserung des Datentausches in der Medizin arbeitet. IHE verwendet etablierte Standards wie HL7 oder DICOM und wendet sie in einer prozessorientierten Sicht an. Bestimmte Usecases werden detailliert als sogenannte Integrationsprofile beschrieben.