RIM

Das Reference Information Model (RIM) ist ein generisches konzeptuelles Informationsmodell für das gesamte Gesundheitswesen. Das RIM besteht aus 4+2 Basisklassen, alle Produkte und Spezifikationen von HL7 ab Version 3.x sind davon abgeleitet.

SNOMED

Systemized Nomenclature of MEDicine Clinical Terms ist eine umfangreiche medizinische Nomenklatur.

Von Snomed existieren merhere Versionen, die aktuellste – und das ist die, von der zumeist die Rede ist – ist SOMED CT. CT steht für Clinical Terms.

Terminologie

Terminologie (Fachterminologie): Eine für die elektronische Verarbeitung nutzbar gemachte Sammlung von Konzepten und Konzeptidentifikatoren. Die Konzepte und ihre Benennungen stammen aus einem bestimmten Vokabular, zur computerverarbeitbarkeit werden Konzeptidentifikatoren („Codes“) hinzugefügt.

(Definition in ISO ISO DTR 12300: “A structured, human and machine-readable representation of clinical concepts required directly or indirectly to describe health conditions and healthcare activities, and allow their subsequent retrieval or analysis.”)

Terminologiesystem

System zur Bereitstellung von Fachtermini und der durch sie bezeichneten Objekte. Als Terminologiesysteme (auch: Ordnungssysteme) werden übergreifend Fachvokabulare, Wertemengen, Thesauren, Klassifikationen und Ontologien bezeichnet. Beispiele sind ICD, OPS, MeSH, SNOMED oder LOINC. Weitere Bezeichnungen sind Vokabularien (vocabularies) oder Terminologien (terminologies). Alle Terminologiesysteme erfordern eine explizite Zuordnung von Fachtermini zu bedeutungstragenden Einheiten (Konzepten, Begriffen), ohne die Synonyme und Homonyme nicht als solche ausgewiesen werden. Erst explizit verfügbares Begriffswissen erlaubt Aggregation und Navigation. Diese Eigenschaften sind Voraussetzung für die Verwendung international standardisierter Terminologiesysteme mit semantischer Interoperabilität zwischen verteilten Anwendungen.

Trigger Event

Ein Ereignis, das den Austausch von Nachrichten auslöst. Der HL7 Standard wurde ausgehend von der Annahme entwickelt, dass ein Ereignis in der Realwelt es notwendig macht, Daten auszutauschen. Das Ereignis in der Realwelt wird „trigger event“ genannt.

Ein Beispiel: Das Ereignis „Aufnahme eines Patienten“ macht es notwendig, dass die Aufnahmedaten an alle angeschlossenen Systeme übertragen werden.

Einem Event ist nicht mehr als ein Nachrichtentyp zugeordnet, umgekehrt kann  ein  Nachrichtentyp mehreren Events zugeordnet sein.

Value Set

Ein „Value Set“ oder „Wertemenge“ ist eine eindeutig identifizierbare und versionierte Sicht auf eine oder mehrere Terminologien. Die Werte werden anwendungsabhängig als strukturierte Ausprägungen von Merkmalen verwendet, z.B. für die strukturierte Dokumentation, zur Speicherung in Datenbanken oder zur standardisierten Kommunikation. Weitere Bezeichnungen sind je nach Anwendung auch Stammtabellen oder Schlüsseltabellen (master data). Erst der Bezug von Wertementen auf geeignete Terminologiesysteme vermeidet proprietäre Lösungen mit Werten, die nicht semantisch interpretierbar sind.

Ein Value Set kann als Kollektion von 1-n Codes der 1-n Terminologien gesehen werden. Die Spezifikation eines Value Sets wird entweder als Aufzählung (engl. enumeration) oder Definition (intentionale Beschreibung) angegeben. Ein Value Set enthält den Code selbst und die Information über die Herkunft des Codes (die Source-Terminologie).

Vokabular

Ein Vokabular ist das Wörterverzeichnis eines bestimmten Fachgebietes („Wortschatz“). Den Bezeichnungen sind eindeutig Konzepte zugeordnet. Ist das Vokabular so organisiert, dass keine Homonyme auftreten, spricht man von einem kontrollierten Vokabular. In vielen Fällen werden auch Synonyme vermieden oder eine präferierte Bezeichnung festgelegt). Ein computerverarbeitbares Vokabular (meist mit Konzeptidentifikatoren) wird als Terminologie bezeichnet.

WGM

Die HL7 Working Group Meetings (WGM) werden drei mal jährlich veranstaltet, üblicherweise im Jänner, Mai und September. Seit 2007 findet eines der Treffen außerhalb der USA statt. Zu einem WGM treffen sich 300-500 Teilnehme.

XDS

Cross-Enterprise Document Sharing. Von IHE veröffentlichtes Integrationsprofil zum Austausch klinischer Dokumente.

XDS wird gemeindam mit XUA für den Austausch von Dokumenten in ELGA verwendet.

XML

Extensible Markup Language (engl. für „erweiterbare Auszeichnungssprache“), abgekürzt XML, ist ein Standard zur Modellierung von strukturierten Daten in Form einer Baumstruktur, der vom World Wide Web Consortium (W3C) definiert wird.

Z-Segmente

Z-Segmente dienen zur Lokalisierung von HL7-Nachrichten. Sie enthalten alles, was im veröffentlichten Standard keinen Eingang gefunden hat. Die Definition, Pflege und Veröffentlichung der Z-Segmente ist den nationalen HL7-Affiliates vorbehalten.

Z-Segmente werden ausdrücklich nicht im internationalen Standard veröffentlicht.